Welchen fachkundigen Apothekergehilfen hätte sich Johann Peter Paul gewünscht?
Friedrich Wilhelm Sertürner entdeckt das Morphin
Im Jahr 1804 gelingt dem 21jährigen deutschen Apothekergehilfen Friedrich Wilhelm Sertürner eine sensationelle Entdeckung: Bei seinen Versuchen mit Opium kann er eine kristalline Substanz isolieren, die er als "schlafmachendes Prinzip" bezeichnet und "Morphium" nennt.
Die Entdeckung wird von der Fachwelt zunächst mit Skepsis betrachtet. Sertürner gibt nicht auf, er testet den Stoff an seinem Hund und sogar an sich selbst. Erst 1817 fanden seine Veröffentlichungen wissenschaftliche Anerkennung. In kurzen Abständen wurde eine Vielzahl von Pflanzeninhaltsstoffen entdeckt, die sich alle auf die gleiche Weise gewinnen ließen: Codein, Narkotin, Coffein, Chinin, Strychnin usw. Die im Opium enthaltenen Wirkstoffe erwiesen sich als starke Schlaf- und Schmerzmittel, hatten aber die unerwünschte Begleiterscheinung, daß sie abhängig machten. Bis heute ist die Entwicklung hoch wirksamer und gleichzeitig nebenwirkungsfreier Schmerzmittel nicht völlig gelungen.
