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Welche "Breatln" halfen den Brixnern bei Kopfschmerzen?

Aspirin

Schon im Altertum war die Weidenrinde als Heilmittel gegen rheumatische Beschwerden bekannt. Bei den im 19. Jahrhundert üblichen pflanzenchemischen Untersuchungen wurde in der Weidenrinde der Wirkstoff "Salicin" entdeckt. Die Suche nach einer synthetischen Herstellungsmethode führte zunächst zur Salicylsäure. Sie hatte aber einen kratzenden Geschmack, reizte die Magenschleimhäute und führte zu Ohrensausen. Erst die Weiterentwicklung zur Acetylsalicylsäure, kurz ASS genannt, erwies sich als Volltreffer. Um 1900 brachte die Firma Bayer ASS unter dem Markennamen "Aspirin" in den Handel. Bei den Grippe-Epidemien der folgenden Jahre erlangte das neue Präparat große Verbreitung. Wegen ihrer flachen Form erhielten die Tabletten im hiesigen Volksmund den Spitznamen "Weiße Breatln". Aspirin zählt zu den bekanntesten Arzneimitteln und ist auf der ganzen Welt erhältlich. Außer der üblichen Verwendung wird der Wirkstoff in geringerer Dosierung auch als Blut verdünnendes Mittel zur vorbeugenden Behandlung von Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt.

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